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Anwendung

Arzneimittel - Beschreibungen

Die nachfolgenden Arzneimittel-Beschreibungen sind eine Zusammenfassung der bedeutungsvollsten Daten aus Arzneimittelprüfungen und Erfahrungsberichten. Unter Beachtung dieser Angaben ist in den meisten Fällen eine treffsichere Arzneimittelwahl möglich.
Obschon diese Arzneimittel-Beschreibungen auch für gewisse chronische Beschwerden durchaus genügen, ist es in solchen Fällen ratsam, das gewählte Mittel in ausführlicheren Arzneimittelbildern nochmals zu überprüfen.

Erfolgreicher Einsatz von Arzneimitteln

Damit ein homöopathisches Arzneimittel erfolgreich eingesetzt werden kann, sind folgende Bedingungen unbedingt zu erfüllen:
1) Die Arzneimittel müssen so beschrieben sein, dass ihre charakteristischen Merkmale klar hervorgehen.
2) Die Anwenderin, der Anwender muss das Krankheitsbild (Symptome und andere Veränderungen durch die Erkrankung) genau und kritisch betrachten. Besonders auffallende,
heftige oder sonderbare Feststellungen müssen festgehalten werden.
3) Mindestens 2 bis 3 dieser besonders charakteristischen Feststellungen (Symptome und/oder Modalitäten, Ursache der Beschwerden) müssen in der Arzneimittelbeschreibung des vorgesehenen Arzneimittels erwähnt sein.
4) Die Anwendungsvorschriften müssen eingehalten werden.

Wie finde ich das passende Arzneimittel?

Anwendung von homöopathischen Arzneimitteln

Anwendungshäufigkeit / Behandlungsdauer

Jedes Arzneimittel soll so oft wie nötig und so selten wie möglich angewendet werden. Wenden Sie das gewählte Mittel immer dann
wieder an, wenn
a) die Wirkung der vorgängigen Gabe nachlässt,
b) die Beschwerden wiederkehren oder
c) eine allfällige Heilreaktion (Erstverschlimmerung) abgeklungen ist und noch Beschwerden vorhanden sind.

Akute Beschwerden verlangen meist eine häufige Mittelgabe (bis viertelstündlich, in Extremfällen sogar noch häufiger). Zur Behandlung chronischer (seit langem andauernde oder stets wiederkehrende) Beschwerden werden bis zum völligen Verschwinden der Beschwerden normalerweise 1 bis 2 Gaben pro Tag eingenommen. Eine Langzeitbehandlung mit einem homöopathischen Arzneimittel ist nur dann zu empfehlen,
wenn die bestehenden Beschwerden durch das Präparat spürbar gelindert werden oder eine allmähliche Heilung beobachtet wird.

Wie werden homöopathische Mittel eingenommen?

Pro Gabe 7 Globuli auf der Zunge zergehen lassen, oder für Kleinkinder in etwas Wasser auflösen.

Wie rasch kann eine Wirkung erwartet werden?

In der Regel ist mit einer richtig gewählten Arznei eine deutliche Besserung zu erwarten:
a) bei akuten Beschwerden:
innert Minuten bis wenigen Stunden (je akuter die Beschwerden, umso rascher die zu erwartende Wirkung!)
b) bei chronischen Beschwerden:
innert weniger Tage oder weniger Wochen
c) bei Anlagebedingten Beschwerden (Konstitutionsbehandlungen):
innert einiger Wochen bis Monaten

Heilreaktion

Heilreaktionen (häufig als "Erstverschlimmerung" bezeichnet) gehören zum homöopathischen Heilungsvorgang. Sie sind also normal und notwendig und werden meist innert Stunden oder weniger Tage nach Einnahme des homöopathischen Arzneimittels
verspürt.

Was tun bei einer Heilreaktion?

Die allermeisten Heilreaktionen sind so fein, dass sie vom Patienten nicht bemerkt werden. Starke Heilreaktionen auf homöopathische Arzneimittel kommen eher bei der Behandlung chronischer Erkrankungen (z.B. bei Ekzemen) vor. Auch sie sind
harmlos, können aber lästig sein. Nach Absetzen des Mittels klingen auch heftige Reaktionen rasch wieder ab. Heilreaktionen hinterlassen eine oft deutlich spürbare Besserung der Beschwerden.

Bei Heilreaktionen wird das Mittel bis zum Abklingen 5 der verspürten Reaktion abgesetzt. Dies gilt sowohl für schwache wie auch für starke Reaktionen. Danach wird die Behandlung mit „Fingerspitzengefühl" Gabe um Gabe weitergeführt bis die zu behandelnden Beschwerden vollständig verschwunden sind.
In der Regel folgen der Erstreaktion keine oder nur noch abgeschwächte Heilreaktionen, welche dann allmählich ganz ausbleiben.

Wichtig:

Heilreaktionen sind harmlos und gelten als Zeichen für die richtige Mittelwahl

Wie lange soll eine homöopathische Behandlung dauern?

Ab und zu auftretende, akute Beschwerden (z.B. Grippe, Magenbrennen) erfordern meist eine sehr kurze Behandlungszeit. Ein paar wenige Arzneimittelgaben führen hier in der Regel zur bleibenden Beschwerdefreiheit. Bei andauernden häufig wiederkehrenden Beschwerden, also chronischen Erkrankungen,
ist es oft sehr schwierig abzuschätzen, wann die Behandlung beendet werden kann. Die Behandlung wird nach Verschwinden aller spür- und sichtbaren Beschwerden abgebrochen.
Sollten die Beschwerden zurückkehren, empfehlen wir Ihnen die Behandlung mit dem gleichen, zuvor erfolgreich angewandten
Mittel, nochmals aufzunehmen.

Überlegen Sie sich in diesem Fall, ob eventuell ein Arztbesuch nötig ist (z.B. bei Nieren-, Leber-,
Herz- und Bronchialbeschwerden). Folgt ein weiterer Rückfall, was praktisch nur bei chronischen Beschwerden der Fall ist,
soll die Behandlung nach dem Verschwinden aller Beschwerden
a) so viele Wochen weitergeführt werden, als
die Erkrankung Monate zuvor andauerte
b) so viele Monate weitergeführt werden, als
die Erkrankung Jahre zuvor andauerte.
Auf diese Weise kann mit grosser Wahrscheinlichkeit
mit einer andauernden Heilung
gerechnet werden.

Wichtige Hinweise für Patienten

1. Die Empfehlungen auf dieser Website sind nur zur Behandlung von Ungefährlichen Erkrankungen mit leichtem Verlauf bestimmt. Diese Empfehlungen, die Informationen und Hinweise ersetzen weder den Arztbesuch noch die Beratung in der Apotheke oder Drogerie.
2. Bei unklaren oder heftig verlaufenden Beschwerden sollte man von einer Selbstbehandlung absehen und ärztlichen Rat einholen.
3. Vor jeder Anwendung eines Arzneimittels die allgemeine Gebrauchsanweisung (in der Apotheke oder Drogerie erhältlich) lesen und die darin enthaltenen Empfehlungen befolgen
4. Führt eine Selbstbehandlung innert nützlicher Frist zu keiner Besserung, verschlimmern sich die Beschwerden zusehends oder kehren Beschwerden zurück, sollten Sie sich in Ihrer Apotheke oder Drogerie beraten lassen oder ärztlichen Rat einholen.
5. Während der Schwangerschaft oder Stillzeit und bei Säuglingen sollten ohne vorherige Beratung durch Fachpersonen (Apotheke, Drogerie, Arzt) grundsätzlich keine Arzneimittel angewendet werden.
6. Chronische Erkrankungen (insbesondere Nieren- und Leberbeschwerden) sollten stets unter ärztlicher Aufsicht behandelt werden.

Anwendung von Einzelmittel-Potenz-Akkorden

Potenz-Akkord-Präparate unterliegen den gleichen Anwendungsregeln wie gewöhnliche «Einzelmittel». Einzelmittel-Potenz-Akkorde sind in Apotheken und Drogerien erhältlich.

Einzelmittel-Potenz-Akkorde

bewähren sich seit Jahrzehnten. Sie lösen gleich mehrere Probleme in der Selbstbehandlung mit Homöopathie, nämlich:
- keine Schwierigkeiten bei der Potenzwahl
- erübrigt in den meisten Fällen den Wechsel auf eine andere Potenzstufe während einer Behandlung
- breitere Wirkung bei akuten Erkrankungen auf chronischem «Hintergrund» (z.B. akuter Schnupfen bei chronischen Nebenhöhlenbeschwerden)
- tragen der unterschiedlichen Reaktionsbereitschaft eines jeden Patienten Rechnung
- in der Regel deutlich gemässigtere Heilreaktionen
- minimales Arzneimittel-Lager (eine Arznei muss nicht in verschiedenen Potenzen vorrätig gehalten werden).

Die ganzen Informationen können Sie auch als Broschüre haben, laden Sie sich die Broschüre als PDF herunter oder bestellen sie sie in Ihrer Apotheke oder Drogerie.

 
 
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