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Die Rosskastanie, ein Klassiker bei Venenbeschwerden

Seit Jahrhunderten bekannt, wurde die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) für alle mögliche Leiden eingesetzt. In der Schulmedizin des 19. Jahrhunderts zum Beispiel bei Gicht, Rheuma, Verdauungsbeschwerden oder Drüsenschwellungen bei Pferden. Zum Durchbruch als Klassiker bei Venenbeschwerden verhalf der Rosskastanie der Homöopath Otto Buchmann. Er unterzog die Heilpflanze im Jahr 1861 einer homöopathischen Arzneimittelprüfung. Versuchskaninchen waren er und seine Frau!

Ungefährlich waren solche Experimente nicht, denn die Indikationen von homöopathischen Arzneimitteln ergeben sich aus den Symptomen bei einer Vergiftung. Buchmann einverleibte sich mehrmals 30 Gramm Samen aus frischen Rosskastanienblüten, ebenso seine Frau Augusta. Die Aufzählung der darauf folgenden Symptome liest sich wie ein Kapitel aus einem Krimi. Brennen im Rachen, starker Druck auf der Brust, geschwollene Glieder, Lähmungen, Herzklopfen und rheumaartige Schmerzen sind nur einige Beschwerden aus einer langen Liste. Augusta wurde sogar mehrmals ohnmächtig und blieb nach dem Aufwachen für einige Momente verwirrt.
Nach diesen ersten Untersuchungen wurde die Rosskastanie zum festen Bestandteil nicht nur des homöopathischen Arzneimittelschatzes. Similasan homöopathisches Arzneimittel bei Venenbeschwerden enthält neben Aesculus hippocastanum D8 die Osterluzei (Aristolochia clematis D10), Lycopodium clavatum D12 und das Gift der Kreuzotter (Vipera berus D12).
 
 
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