Mercurius solubilis

Kolloidal lösliches Quecksilber 

Wirkt bevorzugt auf Zentralnervensystem, Nerven der Haut, Drüsen, Knochen, Knochenhaut, alle Schleimhäute, Mastdarm, Haut, Bindegewebe, Zähne, Leber, Nieren, Augen. 

Passt besonders zu unzufriedenen, unruhigen „quecksilberigen" Menschen, 
blasse, schmuddelige, ständig etwas schweisselnde Personen mit Neigung zum Frösteln. 

Hauptindikationen Entzündungen der Schleimhäute (Augen, Nasen-Nebenhöhlen, Mund, Magen-Darm, Harnwege), Mittelohrentzündung*, Durchfall, Eiterherde, Ekzeme. Ausfluss aus Scheide. 

 

Besonders wichtig für die Mittelwahl

Folgen von Hirnhautentzündung*, Quecksilbervergiftungen (Amalgam-Zahnfüllungen).

Symptome: Stottern bei Kindern. Antwortet langsam / Schwindel beim Liegen auf dem Rücken / Niesen, besonders bei Sonneneinstrahlung. Viel Durst (bei nassem Mund), bevorzugt kalte Getränke. Aphthen. Zunge dick belegt, schrammig (in der Längsrichtung) mit Zahneindrücken. Übler Mundgeruch und Speichelfluss(bes. nachts). Zahnwurzelentzündung*. Eiterung, Schwellung der Lymphdrüsen, Haut und Schleimhaut / Weissfluss, übelriechend, scharf, bei Mädchen / Stühle schleimig, häufiger Drang (mit dem Gefühl nie fertig zu sein, häufige kleine Stühle, After wird wund) / Zittern der Hände und Beine / Nässende, stark entzündete, eiternde Hautausschläge und Ekzeme. 

Allgemeines: Empfindlichkeit gegen kalte Luft und Bettwärme / Alle Absonderungen sind ätzend, scharf, eitrig und übelriechend / Übelriechende, klebrige, die Wäsche gelb färbende (Nacht-) Schweisse / Verlangen nach Butterbrot. 

Modalitäten: Schlimmer nachts. Durch Bettwärme, Kälte, nasskaltes Wetter, liegen auf der rechten Seite. Auffällige Empfindlichkeit auf eine Vielzahl äusserer Einflüsse. Beim Schwitzen können die Beschwerden vermehrt auftreten.

 

* = Selbstbehandlung nur in Absprache mit der Ärztin, mit dem Arzt und als erste Hilfe.