Die meisten Insektenstiche und Insektenbisse verursachen harmlose, juckende Schwellungen und Rötungen, ausgelöst durch Giftstoffe und manchmal auch Krankheitserreger. Normalerweise wird der Körper mit diesen Fremdstoffen problemlos fertig.

Besondere Vorsicht ist bei Stichen in Mund, Zunge und Hals (Erstickungsgefahr durch Schwellungen) oder an den Schläfen geboten. Vorsicht auch bei Insektenstichen bei Säuglingen und Kleinkindern bis zu einem Jahr.

Eine eiternde Entzündung an den Biss- oder Stichstellen kann entstehen, wenn man sich kratzt. Mückenstiche, auch wenn es mehrere sind, verlaufen meist harmlos. Stiche durch Bienen, Wespen und Hornissen können, besonders bei mehreren Stichen, bedrohliche Beschwerden auslösen.

Bei Allergikern kann sich allmählich eine Überempfindlichkeit aufbauen, die im Extremfall tödliche Folgen hat. Die allergische Reaktion tritt kurz nach erfolgtem Stich auf. Sofortige ärztliche Hilfe kann nötig sein bei bekannter Allergie auf ein Insektengift, bei mehreren Stichen (ausser Mückenstiche) oder bei auffälligen Beschwerden.

Durch Insekten werden auch Infektionskrankheiten, wie Gelbfieber, Malaria, Leberentzündung, Hirnhautentzündung, Borreliose u.a., übertragen. Diese Krankheiten werden meist erst nach einigen Tagen wahrgenommen. Der einzige sichere Schutz vor solcherart übertragenen Krankheiten besteht darin, Insektenstiche zu vermeiden. Drogerien und Apotheken bieten diverse Produkte zur Abwehr von Insekten an.

 

Nützliche Hinweise

  • Entfernen Sie Zecken und vorhandene Stachel (z.B. bei Bienenstich) sofort.
  • Bei Stichen in Mund und Hals sofort Eis lutschen oder eisgekühlte Getränke trinken und einen Arzt aufsuchen.
  • Kratzen Sie Stichstellen nie auf, weil dadurch das Gift rascher in den Körper gelangt und Sie die Infektionsgefahr erhöhen.
  • Verhindern Sie das Eindringen von Insekten in Wohnräume (Kinderzimmer!), Kinderwagen usw., indem Sie Insekten-Netze anbringen.
  • Schützen Sie sich beim Aufenthalt in Feuchtgebieten (Tropen, hoher Norden) besonders in der Dämmerung, indem Sie Kleider und Kopfschutznetz tragen und die Haut mit Insektenabwehrmitteln schützen.
  • Erkundigen Sie sich in der Apotheke oder beim Schweizerischen Tropeninstitut über Risiken bezüglich Malaria und anderen Tropenkrankheiten, bevor Sie verreisen.