Ungenügende Milchbildung in der Stillperiode kann verschiedene Ursachen haben. Oft sind psychische Gründe beteiligt. So wird Milchmangel häufig nach komplizierter Schwangerschaft oder Geburt oder bei fehlender Bereitschaft zum Stillen festgestellt.

Auch unsachgemässes Stillen oder zu wenig regelmässiges Anlegen des Säuglings kann zu mangelnder Milchabsonderung führen.

Homöopathische Arzneimittel können die Tätigkeit der Milchdrüsen indirekt beeinflussen. Sowohl Milchmangel als auch Milchüberschuss können homöopathisch behandelt werden. Auch gewisse Heilkräuter können die Milchbildung fördern.

 

Nützliche Hinweise

  • Unternehmen Sie alles, um Ihr Kind 6 Monate lang voll stillen zu können, denn Muttermilch ist die perfekte (und kostengünstigste) Nahrung. Sie schützt vor Infektionskrankheiten und fördert die Mutter-Kind-Beziehung.
  • Eine schlechte oder falsche Stillposition ist die häufigste Ursache von Stillproblemen. Besprechen Sie Stillprobleme mit einer Fachperson. Informieren sie sich bei «La Leche League». Sie hilft Ihnen bei Stillproblemen umfassend.
  • Trinken Sie viel und regelmässig. Am besten sind Teemischungen mit Fenchel-, Anis- und Kümmelfrüchten, Brennnesseln und Hagebutten geeignet (erhältlich in der Apotheke oder Drogerie).
  • Bevorzugen Sie biologische Vollwertkost (Reformhaus).
  • Meiden Sie chemische Stoffe (Medikamente, Konservierungsmittel, Farbstoffe, Pflanzenspritzmittel usw.). Sie können via Muttermilch zum Säugling gelangen.
  • Sorgen Sie für genügend Schlaf!
  • Stillen Sie Ihr Kind, wenn es Hunger hat. Setzen Sie es dabei immer bei beiden Brüsten an. Anfänglich ist es für eine genügende Milchbildung wichtig, das Kind auch nachts zu stillen.
  • Verwenden Sie Milchpumpen nur beim Abstillen oder wenn es medizinisch notwendig ist.
  • Der Milchbildungsimpuls entsteht, sobald das Neugeborene an die Brust gelegt wird und erste Saugbewegungen macht. Dies sollte innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt geschehen. Bei einem schonenden Geburtsverlauf steht dem raschen Kontakt mit der Mutterbrust in der Regel nichts im Wege. 
  • Häufiges, regelmässiges und korrektes Anlegen des Kindes steigert die Milchproduktion. Sie können den Milchfluss zusätzlich anregen, indem Sie Ihre Brüste mit Milchbildungsöl massieren und Milchbildungstee trinken.