Seitlich der Nase im Oberkiefer (Kieferhöhlen) und in der Stirne (Stirnhöhlen) bestehen Hohlräume. Diese sind mit Schleimhaut ausgekleidet. Bei Allergie, Unterkühlung oder Infektion durch Viren oder Bakterien reagiert sie ähnlich wie die Nasenschleimhaut: Sie produziert viel wässrigen oder dicken Schleim, der Bakterien und Viren enthalten kann. Ist der Schleim in den Nasen-Nebenhöhlen zäh und festsitzend, kann er durch Bakterien zersetzt werden und intensiv stinken.

Entzündungen in den Nasen-Nebenhöhlen können heftige Schmerzen (Klopfen, Stechen, Druck in der Stirne und im Oberkiefer) und Fieber auslösen. Bei Entzündungen ist der abfliessende Schleim in der Regel gelb oder grünlich (eitrig), dünn bis sehr zähflüssig (wie Gummifäden) und nicht selten übelriechend und mit Blutfetzen durchsetzt. Bei Nebenhöhlen-Vereiterungen fühlt man sich in der Regel sehr müde und krank.

 

Nützliche Hinweise

  • Sorgen Sie stets für warme Füsse und tragen Sie in kalter Luft ein Stirnband.
  • Behandeln Sie jeden Schnupfen bis zur völligen Beschwerdefreiheit. Vor allem Nasen-Nebenhöhlen-Beschwerden sind sehr hartnäckig. Führen Sie die Behandlung geduldig zu Ende.
  • Bei akuten Nasen-Nebenhöhlen-Beschwerden bewähren sich warme Kompressen als Zusatzmassnahme (Leinsamenkissen oder mit verdünntem Kamillenextrakt getränkte, dicke Kompressen).
  • Wichtig: Das Gesicht darf nach Anwendung von Kompressen oder Dämpfen nicht zu rasch abkühlen (Erkältungsgefahr). Decken Sie es mit einem wärmenden Tuch ab.
  • Falls Ihnen die hier vorgeschlagenen Präparate nicht helfen, empfehlen wir Ihnen eine Konstitutionsbehandlung bei einer Homöopathin oder einem Homöopathen.