Lycopodium

Bärlapp 

Wirkt bevorzugt auf Leber, Zentralnervensystem, Mandeln, Kehlkopf- und Rachenregion, Magen-Darmkanal, Venen. 

Passt besonders zu sensiblen, hypochondrischen (überängstlichen, besorgten, sich ständig beobachtenden) Menschen. Zu oberflächlichen Beziehungen neigenden Menschen (Schmeichler!). Zu alt aussehenden, intelligenten Menschen (gelbliche Haut, faltig).

Hauptindikationen: Morgenschwindel. Erwartungsangst, Lampenfieber. Beschwerden nach Zorn. Legasthenie. Chronische Entzündungen der Mandeln. Ekzeme bei Nieren- und Leberbeschwerden. Lebererkrankungen*. Gallenkoliken. Gallen- und Nierensteine. Rheumatische Leiden. Venenstauungen. Beingeschwüre*. Hämorrhoiden. Verstopfung, Blähungen (oft im Zusammenhang mit Leberleiden). Drei-Monatskrämpfe der Säuglinge*. Beschwerden durch Essen von Muscheltieren.


Besonders wichtig für die Mittelwahl

Symptome Nörgler, regen sich wegen Kleinigkeiten auf, reizbar und bei Widerspruch aufbrausend. „Sich nach oben bücken und nach unten treten." Ärgerlich, zornig, streitsüchtig (macht unbegründete Vorwürfe), schimpft oft. Nach Macht strebend. Überfordern sich ständig. Melancholisch, Angst zu vereinsamen, Angst beim Gehen im Freien, Furcht vor Männern. Rührselig,weint beim Erhalt eines Geschenkes oder beim Wiedersehen von lieben Bekannten. Verspricht sich auffällig oft (braucht falsche Worte). Morgens, Abscheu vor seiner Beschäftigung.Lachen im Schlaf / Nasenflügel "fächern" auffallend schnell / Hartnäckige Angina* rechts / Brennen zwischen den Schulterblättern. Abmagerung des Oberkörpers, von oben nach unten fortschreitend (bei chronischen Krankheiten) / Heisshunger, aber satt, Völlegefühl nach wenigen Bissen. Saures Aufstossen mit andauerndem Brennen im Rachen. 
Essen schmeckt sauer. Gasansammlung im Magen mit Aufgetriebensein im Unterbauch (auch bei Säuglingskrämpfen beachten!). Gürtel- und Kleiderdruck werden schlecht ertragen / Hämorrhoiden sehr berührungsempfindlich / Kinder haben Angst vor dem Wasserlösen (weinen). Urin trüb, muss lange warten und pressen bis Urin kommt, mit „rotem" Sand. Nachts häufiges Wasserlösen / Gestörter Geschlechtstrieb (übermässig oder Impotenz) / Ein Fuss heiss, der andere kalt (auch schon bei Säuglingen). Übelriechender Fusschweiss. 

Allgemeines: Die Beschwerden beginnen meist rechts oder die rechte Seite ist stärker betroffen / Verlangt alle Getränke temperiert. Grosses Verlangen nach Süssigkeiten, Weinbrand, Whisky. 

Modalitäten: Schlimmer von 16-20 Uhr. Zwiebeln, Knoblauch, Kohl, 
Muscheltiere und Schokolade werden (trotz Verlangen danach) schlecht vertragen. Bei Vollmond. Durch Druck, Ruhe. 
Besser durch warme Speisen und Getränke (Halsweh, Magenbeschwerden). Kühle, frische Luft und fortgesetzte Bewegung bessern.

 

* = Selbstbehandlung nur in Absprache mit der Ärztin, mit dem Arzt und als erste Hilfe.