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Wie finde ich ein passendes Heilmittel?

Krankheitsbild und Arzneimittelbild müssen in den wesentlichen Punkten übereinstimmen. Das Krankheitsbild ergibt sich aus den Krankheitserscheinungen, den Symptomen des Patienten. Das Arzneimittelbild ist die Summe der Reaktionen des Organismus auf eine Vergiftung mit einem bestimmten Arzneimittel.

Stimmen Krankheitsbild und Arzneimittelbild in wesentlichen Punkten überein, ist es dieses Arzneimittel, das der erkrankte Organismus braucht, um sich von der Erkrankung schneller zu erholen.

Krankheitssymptome aus homöopathischer Sicht
In der Homöopathie werden die Krankheitszeichen (Symptome) nicht als die eigentliche Krankheit angesehen, sondern als Heilungsbemühungen und Abwehrmechanismen des Organismus gegen eine «im Hintergrund» vorhandene Erkrankung betrachtet. Die Symptome dienen dem Homöopathen als Indikatoren beziehungsweise Hilfsmittel für die Wahl des heilungsfördernden homöopathischen Arzneimittels.

Das homöopathische Heilsystem beruht darin, mit Hilfe eines Arzneimittelreizes im erkrankten Körper die vorhandenen Symptome mehr oder weniger zu verstärken. Dies führt zur rascheren Genesung, weil dadurch die körpereigenen Heilungsmassnahmen verstärkt werden. Diese Wirkungsweise spürt der Patient gelegentlich als Heilreaktion.

Leitsymptome, wahlanzeigende Symptome
Erkrankt ein Mensch an Grippe, wehrt sich sein Organismus mit seinen persönlichen Symptomen. Diese persönlichen Grippesymptome können ihn von anderen Grippepatienten unterscheiden.

Bei den persönlichen Symptomen sind vor allem die ausgefallenen, unlogischen oder besonders ausgeprägten Symptome für die Homöopathie von erstrangiger Bedeutung. Sie führen uns am sichersten zum richtigen Arzneimittel. Man nennt sie deshalb wahlanzeigende Symptome oder Leitsymptome.

So wie sich bei jedem Menschen bei einer Erkrankung individuelle Symptome zeigen, hat jedes homöopathische Arzneimittel eine ihm eigene, charakteristische Wirkung.

Gewisse charakteristische Wirkungen eines Homöopathikums sind besonders bedeutungsvoll und können mit zuverlässiger Regelmässigkeit erwartet werden (Leitsymptome).
Um bei der Behandlung mit homöopathischen Arzneien erfolgreich zu sein, sind zwei Aspekte von Bedeutung: Man muss

• die Leitsymptome eines Patienten wahrnehmen und
• die charakteristische Wirkung, die Leitsymptome der homöopathischen Arzneimittel, bevorzugt berücksichtigen.

Je mehr Leitsymptome des Patienten mit den Leitsymptomen des Arzneimittels übereinstimmen, umso grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass das gewählte Arzneimittel hilft. 

Causa
Oft kann man Beschwerden auf eine klare Ursache (z.B. Hitze, Schreck, Kaffee) zurückführen. Eindeutige Ursachen von Beschwerden sind wichtige Indikatoren für die Arzneimittelwahl.

Modalitäten (Symptome)
Als Modalitäten bezeichnet man Gegebenheiten und Einflüsse, die Beschwerden (Symptome) auslösen, verstärken oder abschwächen können.

Beispiele für Modalitäten:

• An die Beschwerden denken verschlimmert den Zustand
• Morgens sind die Beschwerden schwächer
• Bettwärme verschlimmert
• Bewegung bessert
• Gewitter und Wetterwechsel verschlimmern

Modalitäten sind für die Auswahl homöopathischer Arzneimittel oft ebenso bedeutungsvoll wie besonders auffällige Symptome. Sie sind deshalb bei der Arzneimittelwahl unbedingt mit einzubeziehen.

 
 
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