Kalkschwefelleber
Wirkt bevorzugt auf
das Zentralnervensystem, Haut, Schleimhäute, Drüsen, Bronchien, Magen-Darmkanal.
Passt besonders
zu frösteligen, kälteempfindlichen, ängstlichen, zornigen, oft schimpfenden Personen.
Hauptindikationen
Bindehaut- und Lidrandentzündungen. Abgekapselte Abszesse *
(unter Nägeln, Zahnwurzeln). Mittelohrentzündungen*.
Eitrige Nebenhöhlenkatarrhe*. Bronchitis. Rachen- und Kehlkopfentzündungen. Mandelentzündungen. Krupphusten*. Zahnfleischabszesse. Magenschleimhautentzündungen.
Scheidenabszesse*. Eiternde Hautausschläge.
Besonders wichtig für die Mittelwahl:
Folgen von
Luftzug, kaltem Wind.
Symptome
Grosse Angst. Sehr schmerzempfindlich. Kleinigkeiten bringen den Patienten aus der Fassung / Schnellesser / Krachen in den Ohren beim Naseschneuzen. Splitter- und Pflockgefühl im Hals (beim Schlucken zum Ohr ausstrahlend) / Alte Katarrhe (Absonderungen stinken nach altem Käse) / Akne, Furunkel, eiternde Abszesse. Abszesse sind extrem schmerzhaft, sehr berührungsempfindlich.
Allgemeines
Patient sucht die Wärme (packt sich in Decken ein).
Schwitzt und friert sehr rasch (saurer, übelriechender, klebriger Schweiss). Kältegefühl, wie von Wind, an gewissen Körperstellen / Klopfen und Stechen in den Eiterherden.
Alle Verletzungen eitern leicht / Verlangen nach Fett, Essig.
Modalitäten
Schlimmer abends, nachts (Angst), durch Berührung, Berühren kalter Gegenstände, Entblössung (Hand aus dem Bett halten genügt!), trockene, kalte Winde oder kleinster Luftzug.
Krupphusten bes. 6-9 Uhr (morgens und abends).
Besser durch Wärme (will sich warm einhüllen) und feuchtwarmes Wetter. Abszesse bessern durch warme Umschläge.
* = Selbstbehandlung nur in Absprache mit der Ärztin, mit dem Arzt und als erste Hilfe.
